Ob in Leipzig der Netzbetreiber, der Hausanschluss oder die eigene Sicherung schuld ist, lässt sich meist mit wenigen Handgriffen klären. Entscheidend ist eine einzige Frage: Wie weit reicht die Dunkelheit?
Die ganze Straße ist dunkel
Keine Straßenlaternen, keine Lichter gegenüber, Ampel aus: Dann liegt die Störung im Verteilnetz. In Leipzig betreibt es die Netz Leipzig GmbH, eine Tochter der Stadtwerke. Auf ihrer Website zeigt eine Störungskarte, ob der Ausfall bereits bekannt ist; dort finden Sie auch die Störungsnummer. Ein Elektriker kann in diesem Fall nichts ausrichten – abwarten ist richtig. In Umlandgemeinden wie Markkleeberg oder Schkeuditz ist meist ein anderer Netzbetreiber zuständig.
Nur das Haus ist dunkel
Brennt bei den Nachbarn gegenüber Licht, aber im eigenen Treppenhaus nicht, ist vermutlich eine Hausanschlusssicherung gefallen. Sie sitzt im Hausanschlusskasten im Keller, ist verplombt und darf nur vom Netzbetreiber oder einem bei ihm eingetragenen Elektroinstallateur gewechselt werden. Informieren Sie die Hausverwaltung – in Leipzigs Mietshäusern ist sie Ansprechpartner für das Gemeinschaftseigentum.
Nur die eigene Wohnung
Jetzt zählt der Wohnungsverteiler. In Gründerzeithäusern hängt er meist im Flur neben der Tür, in Grünau oder Paunsdorf oft im Elektroschacht am Treppenhaus. Drei Bilder sind möglich:
- Ein Kippschalter steht unten – ein einzelner Stromkreis war überlastet oder hatte einen Kurzschluss. Verbraucher ausstecken, Schalter hoch.
- Der breite Schalter mit der Prüftaste ist gefallen – der FI hat einen Fehlerstrom erkannt, häufig Feuchtigkeit oder ein defektes Gerät. Zur Eingrenzung hilft unser Ratgeber zum FI-Schalter.
- Schraubsicherung mit fehlendem farbigen Plättchen – ältere Anlagen in unsanierten Häusern. Ersatzpatrone eindrehen, nie flicken oder überbrücken.
Springt ein Automat beim Einschalten erneut, lassen Sie ihn unten. In Plattenbauten mit Aluminiumleitungen kann ein warmer Automat oder eine verfärbte Steckdose auf eine lockere Klemmstelle hindeuten – ein typischer Vorbote eines Kabelbrands.
Wann der Elektriker Notdienst gefragt ist
- Brandgeruch, Knistern oder Verfärbungen an Dosen, Schaltern oder Verteilung.
- Wasser in Kellerräumen mit Verteilern oder Steckdosen – nach Starkregen in Schleußig, Plagwitz oder Connewitz keine Seltenheit.
- Sicherung oder FI lösen wiederholt aus, ohne dass ein Gerät die Ursache ist.
- Der Hausanschluss ist betroffen und die Verwaltung nicht erreichbar.
Bis Hilfe eintrifft
Herd, Bügeleisen und Heizlüfter ausschalten, damit sie bei Wiederkehr des Stroms nicht unbeaufsichtigt anlaufen. Kühl- und Gefrierschrank geschlossen halten. Mit Taschenlampe statt Kerze durch die Wohnung gehen. Und den Verteiler beschriften, sobald wieder Licht ist – beim nächsten Mal sparen Sie sich das Raten.
Unser Elektro Notdienst in Leipzig ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt Ihnen einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk, der die Ursache findet und die Anlage wieder sicher in Betrieb nimmt.



