Zum Inhalt springen
0176 16 0519 88

Elektro-Wissen

Steckdosen nachrüsten in Leipzig: Was Gründerzeit und Platte vertragen

Zu wenig Steckdosen? Warum Leisten keine Lösung sind und was sich in Leipziger Wohnungen nachrüsten lässt.

3 Min. Lesezeit

Elektriker montiert eine Doppelsteckdose mit USB im Homeoffice, vorne eine volle MehrfachsteckdoseKI-generiert

Als die Leipziger Gründerzeitviertel in den 1990er- und 2000er-Jahren saniert wurden, galt eine Doppelsteckdose je Wand als großzügig. Heute teilen sich in Gohlis oder der Südvorstadt Router, Monitore, Ladegeräte und Küchenhelfer dieselben wenigen Anschlüsse – und zwischen Wand und Gerät sitzt fast immer eine Leiste.

Was eine Leiste nicht kann

Jede Leiste hängt an einem einzigen Wandanschluss mit 16 Ampere Absicherung. Für Lampen und Ladegeräte reicht das, nicht aber für Wasserkocher und Heizlüfter zugleich: Die Klemme in der Unterputzdose wird warm, lange bevor der Automat reagiert. Verkettete Leisten, geknickte Kabel hinter dem Sofa und Staub in den Kontaktöffnungen verschärfen das. Ein verfärbter Stecker oder der Geruch nach heißem Kunststoff ist eine Vorwarnung, kein Schönheitsfehler.

Drei Leipziger Bauweisen, drei Wege

  • Gründerzeit mit Stuck und Dielen: Neue Leitungen laufen im Sockelleistenkanal oder in den alten Schlitzen, damit Decken und Wandgliederung heil bleiben – im Waldstraßenviertel und anderen Denkmalbereichen ohnehin Pflicht.
  • Platte in Grünau, Paunsdorf oder Schönefeld: In vielen DDR-Wohnungen liegen Aluminiumleitungen. Der Elektriker prüft beim Nachrüsten die Klemmstellen der vorhandenen Dosen mit, denn gelockerte Alu-Verbindungen sind dort die häufigste Ursache schmorender Steckdosen.
  • Ausgebautes Dachgeschoss: Meist mit eigener Unterverteilung – ein zusätzlicher Stromkreis fürs Arbeitszimmer ist dann ohne Eingriff ins Treppenhaus möglich.

Keller in Flussnähe

In Schleußig, Plagwitz oder Connewitz stehen Keller nah am Grundwasser. Steckdosen für Waschmaschine oder Werkbank gehören dort in Feuchtraumausführung ab IP44 und hinter einen FI-Schutzschalter mit 30 Milliampere – wie der arbeitet, steht im Beitrag zum FI-Schalter.

Erst die Verwaltung fragen

Weniger als ein Fünftel der Leipziger wohnt im eigenen Eigentum. Wer zur Miete oder in einer Genossenschaftswohnung lebt, holt vor Eingriffen in die feste Installation die Zustimmung von Vermieter oder Hausverwaltung ein. Eine kurze schriftliche Anfrage mit Raum, Position und Zweck genügt meist; die Zusage fällt leichter, wenn ein Fachbetrieb ausführt und ein Prüfprotokoll hinterlässt.

So geht der Elektriker vor

  1. Messen, was die vorhandene Leitung trägt, und prüfen, ob ein Schutzleiter da ist.
  2. Einzeldose zur Dreifachkombination erweitern, von einer bestehenden Dose abzweigen oder einen neuen Stromkreis ab Verteiler legen.
  3. Geschirrspüler, Backofen und Waschmaschine auf eigene Sicherungen setzen.
  4. Messen, dokumentieren, fertig.

Seibel365 organisiert Ihnen dafür einen Partner-Elektriker, der in Leipzig und im Umland unterwegs ist – als Elektro Notdienst Leipzig rund um die Uhr erreichbar, für geplante Erweiterungen ebenso wie für eine heiß gewordene Dose am Abend. Mehr dazu unter Elektroinstallation.

Weitere Ratgeber

Alle Ratgeber ansehen

Wissen, das im Alltag weiterhilft.

Praktische Ratgeber, verständlich erklärt – für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in Ihrem Zuhause.

Jetzt anrufen: 0176 16 0519 88